Digitale Bildungslandschaften (Software, Projekte)

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Digitale Bildungslandschaften (Software, Projekte)

Beitragvon Orbiter » So Apr 14, 2013 11:12 am

Wer kennt irgendetwas zu dem Thema 'digitalisierung von Bildungslandschaften'? Es geht dabei um die Etablierung von kommunalen Konzepten (KiTas, Unis, VHS, privatwirtschaftliche Unternehmen, Bürgerinitiativen, Weiterbildung aller Art) und Stadtplanungssachen im Bezug auf Bildung.
Dabei geht es um den Austausch von Fähigkeiten, Wissen, praktisches (z.B. Bau eines Jugendzentrums), informelle Bildung.

Hat jemand von euch so etwas schon mal benutzt, ist in einem solchen digitalen Bildungsnetz oder kennt jemand Beispiele wo man eine Initiative zur Errichung so einer Sache gestartet hat?

Oder: wenn es so etwas nicht gibt, was könnte man nehmen um eine Unterstützungsinfrastruktur aufzubauen? ggf. nicht einfach ein Forum, das ist den nicht-digitalen Menschen zu 'techie'. Könnte man so etwas wie Diaspora forken um 'was für Bildung' draus zu machen? Hat da jemand Ideen oder Erfahrungen?
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Re: Digitale Bildungslandschaften (Software, Projekte)

Beitragvon Uhura » Di Mai 14, 2013 9:33 pm

Hi, tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte.
Ich erarbeite ja in meiner Diplomarbeit ein Konzept für eine Lernplattform in einem informellen Bildungskontext.
In dem Zusammenhang habe ich natürlich nach ähnlichen Projekten gesucht, um mich daran zu orientieren.
Da gibt es noch nicht viel. Vor allem sind Publikationen darüber schwer zugänglich und wenig aussagekräftig.

Grundsätzlich ist es ein guter Gedanke, bei informeller Bildung an ein soziales Netzwerk zu denken. Dieses muss allerdings einige Bedingungen erfüllen:
Es sollte Möglichkeiten bieten, Untergruppen einzurichten. Diesen Untergruppen müssen soganannte Räume zur Verfügung stehen, in denen gemeinsame Dokumente zugänglich sind. Der Gruppeneigner muus die Möglichkeit haben, geeignete Tools für die Gruppe zur Verfügung zu stellen. Welche Tools sinnvoll und notwendig sind, hängt vom konkreten Zweck der Community ab und den konkreten Aufgaben ab. In Frage kommen: Foren, kollaborative Werkzeuge zum Bearbeiten von Dateien, inbesondere Text, Mindmaps. Moderierte Kommunikation in Foren kann für Projekte wichtig sein, insbesondere, wenn Experten zu Gast sind. Moderation muss technisch unterstützt werden.

Wichtig für Communities ist es, dass man Rollen flexibel definieren kann und diesen Rollen Rechte zuweisen kann. Für eine Lern-Community können Moderatoren, Experten (Gäste), Mediatoren, AG-Leiter, Administratoren mit abgestuften Berechtigungen,etc) relevant sein.
Außerdem benötigen Communities diverse Policies (Nutzungsbedingungen, ergänzende Informationen zum Ziel der Community, erwünschtes Verhalten in der Gemeinschaft, Datenschutz, Moderationsrichtlinie, Richtlinien zur Nutzerfreundlichkeit,... ), die an geeignetem Ort zugägnlich gemacht werden müssen. Ggf. werden solche Policies in Gruppenprozessen erstellt. Wesenliche Frage ist, ob die Communty sich selbst steuert oder von einem Betreiber gesteuert wird. In beiden Fällen sind administrattive Tools von Bedeutung, um die Arbeit zu erleichtern. Bei selbst gesteuerten Communities sind zusätzlich Abstimmungstools (Voting) wichtig.

Ich realisiere mein Konzept mit Ning, einer amerikanischen Plattform und bewerte Usability-Kriterien.
Ning ist ein Soziales Netz, dass viele Tools (Forum, Weblogs, Mindmap und vieles mehr) mit einheitlichem Look & Feel integrierrt hat. Neben der Vermeidung von MEdienbrüchen ist dabei vor allem der Single Login von grosser BEdeutung. Vorteil eines solchen NEtzwerk Hosts sind die Entlastung bei Skalierbarkeit, technische Unterstützung, vor allem auch die Schnittstellen zu Handys etc. Nachteil ist die Abhängigkeit vom Betreiber und dessen zukünftiger Politik (Kosten, Werbung, Datenschutz).
Bei Ning hat die Google-Suchmaschine auch umfanreich Zugriff, was ich weniger toll finde.

Ein deutscher Hostinganbieter für soziale Netzwerke ist mixxt. Das Design hat sich schon etwas verbessert im Vergleich zu den Anfängen.

Meine Erinnerung an Diaspora sind zu sehr verblasst, als dass ich mir ein Urteil erlauben könnte, ob der Ansatz taugt. Integrierte Tools sind wohl nicht vorhanden. Auch wäre es wichtig, dass die Community Webseiten in die Plattform integrieren kann, auf denen organisatorische Informationen für Mitglieder und Fremdlinge zugänglich sind. (z.B. About us, Termine, Ansprechpartner, Projekte, Internes, ...)

Grundsätzlich muss die Softwareauswahl für jede Community nach sorgfältiger Analyse einzeln vorgenommen werden. Dabei spielen Community-Zweck und Zielgruppe eine grosse Rolle. Andererseits kann man evtl. eine sinnvolle Grundmenge an Tools bestimmen, die für Lernnetzwerke relevant sind. Ich fände die Idee einer freien Software toll, die ähnliche Funktionen wie Ning oder mixxt erfüllt. Ist das Deine Idee?
Uhura
 
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